Salinas und Bentiaba / Namibe
Etwa 120 km nördlich von Namibia liegen Bentiaba und Salinas - zwei Orte, die ursprünglich einmal als Gefangenenlager der Portugiesischen Kolonialmacht eingerichtet wurden und wo speziell politische Gefangene während der Befreiungskriege bis 1975 zu Arbeiten in den örtlichen Salzminen eingesetzt wurden (daher der Name ‘Salinas’).
Die Hauptbedrohung in Bentiaba besteht für die Rinderhirten - hauptsächlich junge Burschen - die ihren Rindern durch das Nordtal zum Rio Bentiaba folgen. Die Rinder scheinen diese Route als Zugangsweg dorthin zu kennen, dem sie instinktiv und automatisch folgen. Rinder sind das wichtigsten Element in der Kultur und im Alltag der Himba und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis irgendwann einer der jungen Rinderhirten - auf der Suche nach einem verlaufenen Rind - mitten ins Minenfeld läuft.
Auch wenn die Eiwohner Salinas gelernt haben, die Minenfelder zu vermeiden, sind die Menschen dennoch sehr beeinträchtigt. In ihrem täglichen Leben und in ihrer gesamten Existenz. So haben sie z.B. zum Fischen nur einen eng begrenzten Zugang zu ihren Booten - für den Bau ihrer Hütten und Wohnungen steht nur eine ganz kleine begrenzte Fläche zur Verfügung, und sie müssen schon ständig auf der Hut sein, daß nicht spielende Kinder unversehens in die Minenfelder geraten. Der örtliche Chef der Salzgewinnung - Sr. Daniel Fernando da Silva, auch in etwa der inoffizielle Bürgermeister - ist der festen Meinung, daß die Menschen von Salinas dazu verdammt bleiben werden, ihren Lebensunterhalt mit der Salzgewinnung und dem Fangen und Trocknen von Fischen so lange zu fristen, wie die Minenfelder rundum existieren.