DIE GLOBALE MINENPROBLEMATIK

Unser Planet: aus der Entfernung sieht er friedlich und faszinierend aus…

Aus der Nähe betrachtet zeigt er seine andere Seite. Wie eh und je flammen Kriege auf, bringen Not und Verzweiflung über Unschuldige und hinterlassen selbst nach ihrem Ende eine teuflische Saat: Millionen von Minen und explosiven Munitionsresten bedrohen das Leben von Menschen und Tieren in über 60 Ländern dieser Erde. Sie haben viele tausend Quadratkilometer Land in Todeszonen verwandelt, die niemand ohne Not zu betreten wagt. Die Relikte oft längst vergangener Kriege oder bewaffneter Auseinandersetzungen töten, verstümmeln und verletzen jeden Tag Unschuldige. Sie machen keinen Unterschied zwischen Greisen, Männern, Frauen, Kindern oder Tieren. Anders als alle anderen von Menschen erdachten Waffen, werden sie von ihren Opfern selber ausgelöst.

Um diesem Elend ein Ende zu machen, arbeiten die Männer und Frauen der Stiftung Menschen gegen Minen täglich in den verseuchten Gebieten daran, die Minen und Munitionsreste zu räumen. So schaffen sie die Grundlage für eine friedliche und menschenwürdige Zukunft der von Krieg, Not und Minenangst traumatisierten Bevölkerung.

Hilfe ist nötig und möglich..

Beim humanitären Minenräumen handelt es sich um eine zwar enorm schwierige und komplexe, aber auch zu bewältigende Aufgabe. In den letzten Jahren wurden von MgM und anderen Organisationen Verfahren und Technologien optimiert oder neu entwickelt, die eine Lösung des Minenproblems möglich machen.

Organisierte Aktion anstelle von diffuser Resignation ist jetzt gefordert. Unter den entsprechenden politischen, organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen lässt sich das Problem in einem angemessenen Zeitraum deutlich verringern.

Losgelöst von allen politischen, weltanschaulichen oder religiösen Zugehörigkeiten verstehen wir humanitäres Minenräumen als ein Gebot der Menschlichkeit.

Als reine Non-Profit- Organisation sind wir dabei auf öffentliche und private Unterstützung angewiesen.

Kritische Anmerkungen zur Politik der Ächtung von Antipersonenminen

FRIEDENSNOBELPREIS SCHÖN UND GUT, ABER…

MgM wurde ohne eigenes Zutun Mitglied der internationalen Vertretung des ICBL - Internationaler Banns gegen Landminen - (NICHT der deutschen Bewegung!) und somit eher ungewollt Co-Nobelpreisträger.
Da sich der Bann nämlich von je her nur auf Antipersonenminen und nicht auf Panzer- und andere Minen bezieht, fühlen wir uns diesbezüglich sehr zwiespältig. Besonders auch deshalb, da der Bann nun gegen die Interessen der betroffenen Bevölkerung eingesetzt wird - was damals überhaupt nicht vorherzusehen war.

DER BOOMERANG

Unterzeichnerstaaten verweigern Ländern wie Angola, einem der drei härtest betroffenen Länder weltweit, Mittel für humanitäre Entminung. Zuerst, weil der Ottawavertrag zunächst nicht ratifiziert war und dann, weil er gerüchteweise nicht eingehalten wird. So wird die Bevölkerung nicht nur zum Opfer von Minen, sondern nun auch noch obendrein zur Geisel einer absurden Bann-Politik. Darauf braucht man nicht stolz zu sein….


Unter der Erde lauert der Tod:
Schon der Schritt eines kleinen Kindes löst diese Antipersonen-
mine unweigerlich aus..


Dieser Junge hat bei der Explosion einer Mine nicht nur sein Bein verloren, sondern auch alle Möglichkeiten, ein normales Leben zu führen. Er wird zeitlebens von der Unterstützung seiner Mitmenschen abhängig sein.


Am Ende eines Arbeitstages kehren MgM-Crew und Hunde zurück ins Camp. Wenigstens der Rückweg ist sicher und minenfrei…


Eine nicht geächtete Antipanzermine. Sie tötet oder verstümmelt mehrere Menschen, die in Fahrzeugen sitzen. Sie macht keinen Unterschied zwischen Panzer, Lkw oder Schulbus…