APOPO /
RATTEN BESSER ALS HUNDE!


 
Ratten werden in nicht allzu ferner Zukunft zur Minensuche eingesetzt. Noch ist das eine Vision (Die Fotomontage zeigt eine trainierte afrikanische Beutelratte über einer Antipersonenmine)

Die Nagetiere haben ihre Qualitäten (1)

Da Hunde sehr krankheitsanfällig sind und nur über wenige Stunden konzentriert in der Sprengstoffdetektion arbeiten können, wird nach anderen für diesen Zweck geeigneten Tieren gesucht. Neben Schweinen, Mungos, Schmetterlingen und Kakerlaken sieht MgM speziell in trainierten Ratten eine interessante Alternative. Ratten haben einen ähnlich gut entwickelten Geruchssinn wie Hunde.

Ratten sind im Vergleich zu Hunden im allgemeinen anspruchsloser, weniger krankheitsanfällig und leichter trainierbar. Zudem hat die Grosse Afrikanische Beutelratte, im Gegensatz zu den europäischen Vertretern der Gattung, ein neutrales Verhältnis zum Menschen, es entsteht im Gegensatz zum Hund, keine Beziehung zum führenden Menschen, die Ratte kann problemlos im Schichtdienst mit wechselnden Hundeführern eingesetzt werden, während der Hund auf seinen ‘persönlichen‘ Führer fixiert ist.
Zudem ist die Ratte zu 100 % lernfähig, das einmal Gelernte wird nie mehr vergessen. Jeder Hundebesitzer wird bestätigen können, dass selbst einfache Gehorsamsübungen nach zwei Monaten zu wiederholen sind, um sicherzugehen, dass der Hund sie nicht vergessen hat. Zudem deuten Hinweise darauf, dass Ratten antrainiertes Wissen innerhalb weniger Generationen im Erbgut an ihre Nachfahren weitergeben können. Solche sich selbst reproduzierende Sprengstoffsensoren könnten einer Organisation wie Menschen gegen Minen e.V. die Arbeit erheblich erleichtern.
Der erste reale Einsatz der APOPO-Nager ist im Rahmen der Limpopo-Operation in Mosambik geplant.

Wir werden über den Fortgang des Projektes weiter berichten.

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