ANGOLA: VIEL VORGENOMMEN. VIEL ERREICHT. VIEL ZU TUN…
  MgM hatte sich mit einer erweiterten Kapazität und mehr Mitarbeitern für dieses Jahr viel vorge- nommen. Erfreulicherweise konnten fast alle Ziele erreicht, manche sogar deutlich übertroffen werden. Die Bilanz kurz vor Jahresende:
• 3,5 Millionen qm von tödlichen Minen gesäubertes Land.
• 350 Kilometer wiedereröffneter und endlich minenfreier Verkehrswege
• 7000 gefundene und zerstörte Minen und gefährliche Kampfmittel

• Der wohl größte Erfolg: auch in diesem Jahr -wie in allen Jahren seit der Gründung 1996- ist es in keinem der von MgM geräumten und offiziell freigegebenen Gebiete mehr zu einem Unfall mit Landminen gekommen. Aber es bleibt viel zu tun....
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Aktueller Fotoreport: Krieg vorbei, Frieden noch nicht da.
  HUMANITÄRE NOTHILFE: Afrika - ein Opfer der Flutwelle?
  Die Welle der Hilfs- und Spendenbereitschaft für die Opfer der Flut zeigt eindrucksvoll, was eine weltweite Solidarität mit in Not geratenen Menschen leisten kann. Die enorme Fokussierung aller Medienberichterstattung auf diese Katastrophe hat positive Wirkung gezeigt: Milliardenwerte Hilfsleistungen und Aufbauprogramme kommen den von der Flut betroffenen Ländern zugute. Das ist gut und richtig so. Ungewollter negativer Nebeneffekt: Alle anderen humanitären Katastrophen dieser Zeit werden aus dem öffentlichen Bewußtsein verdrängt. Geraten die Nöte der Menschen in Afrika wieder in Vergessenheit?
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  PROMINENTE UNTERSTÜTZER: Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär
  Die TATORT-Kommissare setzen sich für MgM-Projekte ein.
Die beiden beliebten Schauspieler und Kölner TATORT-Kommissare Klaus J.Behrendt und Dietmar Bär engagieren sich für eine Lösung der Minenproblematik und unterstützen MgMs Minenräumprojekte. Die Sendereihe TATORT fällt dadurch auf, dass immer wieder reale gesellschaftliche und humanitäre Problemstellungen in die Handlungsstränge der Drehbücher eingebaut werden. Jetzt wurde ein TATORT mit dem Titel "Minenspiel" gedreht. "Minen sind Teufelszeug!" finden Behrendt und Bär und appellieren an die Hilfsbereitschaft der Fernsehzuschauer.
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  HILFSAKTION: SCHULWEGE OHNE MINEN
  Schüler helfen Schülern in Afrika
Im Rahmen eines einzigartigen humanitären Hilfsprogramms informieren sich Schüler in ganz Deutschland über die Lebensumstände ihrer afrikanischen Altersgenossen in den minenverseuchten Regionen ehemaliger Bürgerkriegsländer. Hier ergibt sich die Gelegenheit, im Wechselspiel von Erster-Hand-Information und eigenem Engagement in praktischen Mikro-Hilfsprojekten eine friedlichere Welt aktiv mitzugestalten.
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Fotoreport: Der Schulweg führt durch ein Minenfeld
Fotoreport: Minenräumung und Bildung
 
  MgM-KALENDER 2005: Geschenke mit Langzeitwirkung
  Seit vielen Jahren führen uns unsere humanitären Minenräumprojekte in Gegenden Afrikas, die fernab aller touristischen Wege liegen. Diese Begegnungen mit Land und Leuten sind von besonderer Intensität. Der renommierte Fotograph Rodger Bosch hat uns auf unseren Missionen ins "No-Go-Land" oft begleitet und beeindruckende Bilderserien aus jenem unbekannten Afrika mitgebracht. In Rahmen dieser Kalender-Editionen werden sie zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Reinerlös aus diesen Kalender-Editionen kommt den Minenräumprojekten in Afrika zu Gute.
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  FIRMENSPENDE: FREIFLÜGE FÜR SPRENGSTOFFSPÜRHUNDE
  Im Laufe der letzten 8 Jahre hat die Flugesellschaft Air Namibia - wie andere Unternehmen auch - eine bedeutende Rolle in der Logistik der MgM-Minenräumoperationen gespielt. Wie wichtig diese entscheidende Unterstützung beim Kampf gegen Landminen in Afrika ist, wurde deutlich, als die Fluggesellschaft neulich sechs speziell gezüchtete belgische Schäferhunde von Großbritannien via Windhoek nach Luanda, der Haupstadt Angolas flog. Wir nehmen das zum Anlaß, über die MgM Logistik und den Einsatz von Sprengstoffspürhunden zu berichten.
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  DER START: TRAININGSZENTRUM FÜR MINENRÄUMER
  Endlich ist es soweit. Schon seit Jahren plante MgM eine Aus- und Fortbildungstätte für die Belange des Minenräumens. Private Spenden aus Deutschland halfen entscheidend beim Aufbau. Jetzt wurde der neue Gebäudekomplex fertiggestellt und offiziell eröffnet. 50 neue Mitarbeiter durchlaufen derzeit das anspruchsvolle MgM-Trainingsprogramm...
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Fotoreport: Gute Ausbildung, beste Lebensversicherung.
 
  OPERATIONEN MOSAMBIK : ERFOLGREICH ABGESCHLOSSEN
  Die Mühen haben sich gelohnt: In einem feierlichen Akt wurden die von den MgM-Teams geräumten Gebiete links und rechts der Limpopo-Eisenbahnlinie in Mosambik offiziell der Bevölkerung übergeben. Zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik und Verwaltung nahmen an der Feier teil und zeigten sich beeindruckt über die Leistung der deutschen Minenräumorganisation.
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Fotoreport: Schweres Gerät im Einsatz am Limpopo.
Fotostrecke: Was Minenräumer in Mosambik finden.
 
  ROBOT-TECHNIK: MEHR SICHERHEIT UND EFFIZIENZ
  MAXXplus: der Einsatz von Roboter-Technologie in humanitären Minenräumprojekten wird entscheidende Vorteile bringen. Vor allem mehr Sicherheit. Endlich sind die Maschinenführer aus der "Schusslinie" hochbrisanter Sprengkörper. Daß zusätzlich die Räum-Effizienz erhöht wird, ist ein mehr als willkommener Nebeneffekt: Die weltweite Gemeinde der Minenräumer braucht bessere Werkzeuge.
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Fotoreport: MAXX - letzte Tests vor erstem Einsatz.
Fotoreport: Einsatzgebiet Ruanda: Einblicke
 
  TECHNOLOGIETRANSFER: MgM-ROTAR WELTWEIT IM EINSATZ
  1999 stand MgM vor der Aufgabe, die Mülldeponie einer angolanischen Stadt nach Minen zu durchsuchen. Das Problem: keine der bekannten Minenräumtechniken konnte hier eingesetzt werden. Zu gefährlich. Hier waren innovative Ideen gefragt. Die Geburtsstunde des MgM-ROTARs...
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Fotoreport: Die Erfolgsgeschichte der ROTAR-Minenräumgeräte.
 
 DAS AUSWÄRTIGE AMT: DIE STILLE KRAFT
  Fernab der ganz großen Schlagzeilen leistet Deutschland mit der kontinuierlichen Aussenpolitik des Hauses Fischer entscheidende humanitäre Hilfe in der ganzen Welt. Auch für die von Minen bedrohten Menschen in den ehemaligen Bürgerkriegsländern Afrikas.
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Vera Bohle: Zwischen Schreibtisch und Minenfeld
Das Auswärtige Amt der Bundesrepublik informiert
 
 

• Jahrestreffen im Auswärtigen Amt: Die Achse der Guten
Einmal im Jahr werden Vertreter von Organisationen, Firmen, NROs und Vereinen, die sich mit der Lösung des Minenproblems befassen, ins Ministerium am Werderschen Markt geladen. Man kennt sich.

 
• Risiken begleiten MgMs humanitäre Arbeit: Dem Tod von der Schippe
Ein gepanzerter MgM-Grader löst eine Antipanzermine aus. Keine Verletzten. Erst kürzlich war die Panzerung noch einmal verstärkt worden. Gefahrenbewusstsein hilft Überleben.
 
• Sprengstoff-Spürhund gespendet: Tierliebe & Nächstenliebe
Statt Geschenken bat ein großzügiger Spender um Unterstützung für MgM. Von dem Erlös wurde unsere Hundestaffel um ein haariges Mitglied erweitert.
Die Idee sucht Nachahmer.
 
KURZMELDUNG: Jahrestreffen im Auswärtigen Amt:

 
Die Achse der Guten

Einmal im Jahr werden Vertreter von Firmen, NROs und Vereinen, die sich mit dem humanitären Minenräumen befassen, ins Ministerium nach Berlin geladen
. Das Referat G07, im Hause Joschka Fischers zuständig für die Humanitären Hilfsprogramme der Bundesrepublik, informiert über Ziele, Tendenzen und Beiträge dieser Regierung zur Lösung des weltweiten Minenproblems.
Als Unterzeichner der Ottawa-Konvention zum Bann von Antipersonenminen hat sich die Bundesrepublik verpflichtet, sich aktiv an diesem Prozess zu beteiligen. Über Zwischenergebnisse im politischen Ringen um das Verbot und die Vernichtung von Minen wurde genauso berichtet wie über eine verstärkte Koordination mit den Programmen der Vereinten Nationen.
Im Zentrum der Veranstaltung stehen Erläuterungen zur Vergabe der vom Bundeshaushalt für Projekte rund um die Minenräumung vorgesehenen Mittel. Erfreulicherweise konnte berichtet werden, das in diesem Jahr trotz angespannter Haushaltslage die Mittel für humanitäre Nothilfe leicht erhöht wurden. Dabei werden die Minenräum- und Opferfürsorgeprogramme in Afghanistan und im Irak mit den meisten Mitteln bedacht.
Die Nothilfe in Angola zum Wiederaufbau des Landes nach dem Ende des Bürgerkriegs ist ein weiterer Schwerpunkt. Zum ersten Mal nahm auch ein Vertreter des Bundesministeriums für Forschung teil. Ein Projekt zur Verbesserung der Metalldetektor-Technologie soll - unter Einbindung der Detektor-Hersteller- helfen, die enorm hohe Zahl von Fehlalarmen zu senken. Auch dieses Jahr erkennbar: Die rot-grüne Bundesregierung leistet - abseits aller Schlagzeilenaktualität - mit unaufgeregter Kontinuität ihren Beitrag zum großen Ziel: Eine Welt ohne Minen.

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KURZMELDUNG: Risiken begleiten MgMs humanitäre Arbeit

Dem Tod von der Schippe

Ein gepanzerter MgM-Grader löst eine Antipanzermine aus. Keine Verletzten. Erst kürzlich war die Panzerung noch einmal verstärkt worden. Gefahrenbewusstsein hilft Überleben.
Am 16.9.2003 aktivierte einer der gepanzerten Straßenhobel (Grader) von MgM eine Antipanzermine. Die Explosion von mehreren Kilogramm Sprengstoff war in der ganzen Region zu hören. Der Unfall passierte im Rahmen einer Minenräumoperation auf der Strasse von Chiede nach Malungo wa Shikongo in der Provinz Cunene, in Süd-Angola. Seit März des Jahres läuft diese Operation mit dem vorrangigen Ziel, dringende Nahrungsmitteltransporte des Welternährungsprogrammes der UN (WFP) direkt zu den Hungernden in dieser Region möglich zu machen.
Die Antipanzerminen traf das MgM-Spezialfahrzeug unter dem vorderen der beiden rechten Hinterräder. Weil alle Sicherheitsabstände zu den anderen Mitgliedern des Teams eingehalten wurden, gab es keine Verletzten unter der Begleitmannschaft. Der Zwischenfall passierte etwas mehr als einen Kilometer von der nächsten Siedlung entfernt, niemand aus der lokalen Bevölkerung ist zu Schaden gekommen. Die MgM-Notfallmediziner waren sofort zur Stelle. Der Unfallbereich wurde umgehend gesperrt.
Der ganze umliegende Bereich wurde von MgM-Minenräumteams überprüft. Der Fahrer des gepanzerten Fahrzeuges litt lediglich unter einem kurzfristigen Verlust des Hörvermögens, sonst konnten keine Verletzungen festgestellt werden.
Die Panzerung des Fahrzeuges war wenige Wochen vor dem Unfall auf Veranlassung und unter der Leitung von MgM-Direktor H.G. Kruessen noch zusätzlich verstärkt worden.
Daß Minen in diesem Bereich der Straße liegen, war nicht unbekannt. Die Bevölkerung hatte im Vorfeld von mehreren Minenexplosionen in diesem Straßenabschnitt berichtet, bei denen ein Junge und vier Kühe zu Tode gekommen waren.
Der MgM-Grader, an dem kein struktureller Schaden entstand, wurde in der Werkstatt des Zentral-Camps in Ondjiva fachgerecht repariert und ist inzwischen wieder im Einsatz.

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KURZMELDUNG: Sprengstoff-Spürhund gespendet
Tierliebe & Nächstenliebe

Statt Geburtstagsgeschenken bat ein Jubilar um Spenden für MgM. Von dem Erlös wurde unsere Hundestaffel um ein haariges Mitglied erweitert.

Statt teurer oder wenig nützlicher Geschenke - Geld für einen MgM-Minensuchhund zu sammeln. Auf diese grandiose Idee kam jemand in Deutschland im Vorfeld einer Geburtstagsfeier. Weil diese Idee begeisterten Anklang fand, kam die stolze Summe von 2000 Euro zusammen. "Dingo" ist der passende Name für den neuen MgM-Mitarbeiter, der derzeit auf seinen Job im südlichen Afrika vorbereitet wird.
Der gute Riecher unserer Vierbeiner ist - trotz einiger Einschränkungen, die in der Natur der Tiere und den klimatischen Umgebungsbedingungen liegen können -im humanitären Minenräumen bislang durch nichts zu ersetzen. Was für die Menschen der bittere Ernst ist, ist für die Hunde ein Spiel: das Aufspüren der typischen TNT-Ausdünstungen von Landminen wird mit einer Spiel-Auszeit belohnt. Die Hunde lieben es , wenn "ihr" Hundeführer mit Ihnen zur Belohnung für das Aufspüren einer Mine herumtollt oder mit einem Ball spielt.
Neben der Aufspürung von Minen, ist die ebenso wichtige Ausweisung nicht verminter Flächen, die sogenannte Mined Area Reduction, wichtiges Einsatzgebiet der Tiere.
Mehr gut ausgebildete Hunde werden dringend benötigt. Die Idee sollte Nachahmer finden.


Wir werden über Dingo‘s Einsätze und die von möglicherweise noch mehr gespendeten vierbeinigen "Bio-Sensoren" in Zukunft hier berichten. Natürlich haben die großzügigen Spender das Recht, den Namen "ihres" Hundes zu bestimmen. Vorausgesetzt, er hat noch keinen, wenn er die Ausbildung in unseren Trainingslager antritt.


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