Globale Minenproblematik

Hier finden Sie eine Weltkarte zur internationalen Landminenproblematik.

Unter der Erde lauert der Tod: Schon der Schritt eines kleinen Kindes löst diese Antipersonenmine unweigerlich aus...

Dieser Junge hat bei der Explosion einer Mine nicht nur sein Bein verloren, sondern auch alle Möglichkeiten, ein normales Leben zu führen. Er wird zeitlebens von der Unterstützung seiner Mitmenschen abhängig sein.
Unser Planet:
Aus der Entfernung sieht er friedlich und faszinierend aus ... aus der Nähe betrachtet zeigt er aber seine andere Seite.
Wie eh und je flammen Kriege auf, bringen Not und Verzweiflung über Unschuldige und hinterlassen selbst nach ihrem Ende eine teuflische Saat: Millionen von Minen und explosiven Munitionsresten bedrohen das Leben von Menschen und Tieren in über 60 Ländern dieser Erde. Sie haben viele tausend Quadratkilometer Land in Todeszonen verwandelt, die niemand ohne Not zu betreten wagt. Die Relikte oft längst vergangener Kriege oder bewaffneter Auseinandersetzungen töten, verstümmeln und verletzen jeden Tag Unschuldige. Sie machen keinen Unterschied zwischen Greisen, Männern, Frauen, Kindern oder Tieren. Anders als alle anderen von Menschen erdachten Waffen, werden sie von ihren Opfern selber ausgelöst.
Um diesem Elend ein Ende zu machen, arbeiten die Männer und Frauen der Stiftung Menschen gegen Minen täglich in den verseuchten Gebieten daran, die Minen und Munitionsreste zu räumen. So schaffen sie die Grundlage für eine friedliche und menschenwürdige Zukunft der von Krieg, Not und Minenangst traumatisierten Bevölkerung.
Aktuelle Zahlen (Stand 2009)
Die folgenden Zahlen sind offiziell dokumentiert. Die Dunkelziffer liegt mit Sicherheit um Einiges höher.
2009 wurden 3956 Menschen Opfer von Minen oder anderen explodierten Kriegsüberresten. Mindestens 1041 starben und 2855 erlitten teils schwere Verletzungen. Über den Zustand der verblieben 60 Menschen gibt es keine Angaben. Die meisten Betroffenen kamen aus Afghanistan, Kolumbien und Pakistan.
70 % der Opfer von Landminen sind Zivilisten. Fast 40 % aller Opfer sind Kinder, die Minen und Munitionsreste mit Spielzeug verwechseln. Beinahe 90 % aller Opfer sind männlich.
Mindestens 66 Staaten der Länder haben ein Landminenproblem.
Die größten Geldgeber für Entminungsprogramme sind die USA, die EU, Japan, Norwegen und Deutschland.
Fast 50 % aller Gelder gehen nach Afghanistan, Irak, Kambodscha, Sudan und Sri Lanka.
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