 |
Üppiger tropischer Regenwald bedeckt weite Teile Angolas.
|
|
Alle Jahre wieder: der Wettlauf mit der Regenzeit
Angola hat 1.246.700 qkm Fläche und ist damit dreieinhalbmal so
groß wie Deutschland. Die ehemalige portugiesische Kolonie (bis
1975) liegt im Bereich der wechselfeuchten Tropen. Die Regenzeit dauert
im Norden von Oktober bis Mai und im Süden von November bis März.
Sie teilen sich in die Kleine im Oktober und November, sowie die Große
im März und April.
Die jährlichen Niederschlagsmengen an der Küste schwanken zwischen
340mm in Luanda und 50mm im angolanischen Teil der Wüste Namib. Im
etwas kühleren Hochland nimmt der Niederschlag von Norden (1.500mm)
nach Süden (750mm) ab.
In der Praxis bedeutet dies, das die flacheren Teile des Landes zur Seenplatte
werden und die tropischen Regenwälder zu Schlammgebirgen. In weiten
Teilen des Landes bricht der terrestrische Verkehr völlig zusammen
und die Bevölkerung siecht an kollektiver Malaria. Nichts trocknet
mehr und man kann beim Verschimmeln der Demining-Ausrüstung zuschauen.
Die Elektronik gibt den Geist auf und alle Operationen müssen gestoppt
werden, da laut den Sicherheitsvorschriften keine sichere Evakuierung
in Notfällen möglich ist.
Aus einer 2,5-Stunden-Fahrt zwischen Hauptquartier und unserem Operationsgebiet
Bengo werden dann schnell Tage im Matsch.
(weiter)
|