ANGOLA

Das MgM-Minenräumprojekt Bengo (2)

Nur aus der Entfernung schön: Boa Esperanca, ein provisorisches Lager für 75.000 Flüchtlinge.
Lange ohne jede Perspektive: Die Kinder, die im Lager geboren wurden.
 
 

"GUTE HOFFNUNG"

Als im Jahre 1992 die Friedensabkommen zwischen MPLA Regierung und der Rebellenorganisation UNITA nach der ersten demokratischen Wahl zerbrachen, flüchtete die gesamte Bevölkerung des Kernlandes von Bengo, Nambuangongo genannt, nach Luanda. Vor den Toren der Stadt wurden sie aufgehalten und WFP - das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen - mietete in einer trostlosen Einöde ein Grundstück an auf dem ein Lager für 75.000 Bürgerkriegsflüchtlinge eingerichtet wurde. Der Name dieses Lagers war Boa Esperanca, was auf Portugiesisch soviel heißt wie "Gute Hoffnung". Die Verteilung von Lebensmitteln und die Erhaltung der dörflichen Strukturen in Hüttengruppen übernahm die DWHH, die Deutsche Welthungerhilfe.

Auf Initiative des damaligen Deutschen Botschafters in Angola, Herrn Helmut von Edig, dem WFP Direktor Ramiro da Silva und dem Landeskoordinator der DWHH, Dr.Lange, wurde im Jahre 1996 die Rückführung der Bewohner von Boa Esperanca beschlossen. Niemand kannte die Situation im menschenleeren Nambuangongo denn obwohl nur 180 km von Luanda entfernt, war der Zugang wegen vermuteter Landminen in den völlig überwachsenen und abgesackten Straßen ohne passierbare Brücken versperrt. Die einzigen verfügbaren Informationen stammten von einem Helikopterflug unseres Botschafters mit NPA (Norwegian Peoples Aid) und Landkarten aus dem Jahre 1962.

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In diesem Kapitel finden Sie weitere Informationen zu folgenden Themen:

• Flüchtlinge im eigenen Land
• Das tödliche Erbe
• Der Wettlauf mit der Regenzeit
• Das Ende der Angst

• Angola Report
• MgM-Operation in Bengo
• MgM-Operation in Cunene
• MgM-Operation in Ambriz